Als Jonah zu den Bambinis kam, ging es eigentlich nur darum, mit seinen Jungs zu kicken. Er war damals nicht besonders talentiert. Zumindest nicht so, dass wir gedacht hätten: Aus dem wird einmal ein richtig guter Fußballer.
Er interessierte sich genauso für Musik und wollte Schlagzeuger werden. Ich war damals ziemlich sicher, dass er später eher Musiker als Fußballer sein würde.
Irgendwann fragte Jonah seinen Trainer, ob er auch einmal ins Tor dürfe. Er war acht Jahre alt. Er stellte sich dort gar nicht schlecht an und merkte vor allem eines: Im Tor konnte er seiner Mannschaft helfen.
Ich hatte früher selbst Fußball gespielt. Vom Torwartspiel hatte ich trotzdem keine Ahnung. In der F-Jugend begann ich deshalb, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Wir arbeiteten gemeinsam an den Grundlagen.
Jonah spürte schnell: Je mehr ich in diesem Bereich trainiere, desto besser werde ich.
Der Ehrgeiz hatte ihn gepackt. Stück für Stück entwickelten wir uns beide weiter. Er als Torhüter, ich als Vater und Torwarttrainer. Jonah wurde immer wichtiger für seine Mannschaft.
Wenn wir heute zurückblicken, wirkt dieser Weg vielleicht ziemlich geradlinig. So hat er sich für uns aber nie angefühlt. Wir hatten Fragen, machten Fehler, kauften die falsche Ausrüstung und mussten lernen, wann Unterstützung hilft und wann ein Vater besser einen Schritt zurücktritt.
Genau deshalb schreiben wir diesen Blog.