Finger, Knie und Ellenbogen waren bei uns immer wieder ein Thema. Gerade auf Kunstrasen gehören kleinere Schürfwunden leider schnell zum Torwartalltag. Bei den Fingern mussten wir dagegen lernen, nicht jede kleine Blessur einfach mit Tape zu überdecken.
Unser Grundsatz ist heute: so viel Schutz wie nötig, aber nicht vorsorglich alles einpacken. Gute Fang- und Falltechniken bleiben die Grundlage.
- Wir tapen Jonahs Finger nur, wenn einer verletzt oder angeschlagen ist.
- Bei stärkeren Beschwerden ersetzt Tape keine Untersuchung.
- Auf Fingersave-Handschuhe haben wir im normalen Training bewusst verzichtet.
- Auf Kunstrasen achten wir besonders auf passende Schutzkleidung für Knie und Ellenbogen.
- Keine Schutzausrüstung ersetzt eine saubere Fang- und Falltechnik.
Finger tapen wir nur bei Bedarf
Jonahs Finger werden nicht vor jedem Training vorsorglich eingewickelt. Tape verwenden wir nur, wenn ein Finger verletzt oder angeschlagen ist und zusätzliche Stabilität braucht.
Dabei haben wir verschiedene Tapes ausprobiert. Manche rollten sich im Handschuh auf oder hielten bei Schweiß und Bewegung nicht lange. Bewährt haben sich bei uns das starre TRUETAPE Sporttape, die selbsthaftende TRUETAPE Haftbandage und das Cawila Sporttape Premium.
Wie ein Finger getapt werden sollte, hängt von der Verletzung ab. Deshalb geben wir hier bewusst keine allgemeine Wickelanleitung. Zu festes oder falsch angebrachtes Tape kann ebenfalls Probleme machen.
Tape kann unterstützen. Es soll aber keine Verletzung verstecken.
Bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, einer Fehlstellung oder eingeschränkter Beweglichkeit lassen wir den Finger medizinisch abklären. Dann geht es nicht mehr darum, welches Tape am besten hält.
Warum wir auf Fingersave-Handschuhe verzichtet haben
Wir haben bei Jonah bewusst auf Handschuhe mit festem Fingersave-System verzichtet. Uns war wichtig, dass er eine saubere Fangtechnik lernt und ein eigenes Gefühl für den Ball und seine Hände entwickelt.
Die festen Schutzelemente können die Beweglichkeit der Finger und das Ballgefühl verändern. Für uns waren freie Hände deshalb der bessere Weg, solange Jonah gesund war.
Das ist unsere Entscheidung und keine allgemeine medizinische Regel. Nach einer Fingerverletzung kann Fingersave oder ein anderer zusätzlicher Schutz zeitweise sinnvoll sein. Das sollte abhängig von der Verletzung mit einem Arzt oder Physiotherapeuten besprochen werden.
Schürfwunden an Knien und Ellenbogen vermeiden
Schürfwunden waren bei uns immer wieder ein Thema. Besonders Knie und Ellenbogen bekommen auf Kunstrasen einiges ab.
Seit Jonah die Gripmode 3/4 Abrasion Leggings trägt, hat sich das an den Knien deutlich verringert. Das verstärkte Material schützt die Haut bei Bodenkontakt besser als die Tights, die er davor getragen hatte.
Bei Ellenbogen und Unterarmen achten wir auf Kleidung ohne störende Taschen oder harte Reißverschlüsse. Wer auf so einer Stelle landet, merkt schnell, warum normale Trainingsjacken für Torhüter nicht immer gut geeignet sind.
Ganz verhindern lässt sich eine Schürfwunde damit natürlich nicht. Gute Kleidung kann aber einen Unterschied machen. Offene, stark verschmutzte oder entzündete Wunden lassen wir fachkundig versorgen.